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Neues aus der Bibliothek „Erich Loest“

Sehr geehrte Leserinnen und Leser des Viadukt,

auch 2026 verwandelt sich am ersten Wochenende im September die Georg-Schumann-Straße wieder zum Epizentrum der Leipziger Kunstszene. Am 5. September ist es wieder soweit und die Bibliothek Gohlis „Erich Loest“ ist erneut Bestandteil dieses besonderen Kulturfestes.

Dieses Jahr füllen sich unsere Wände mit den Werken von Konrad Staisch und seinem Bunte Brücke Verlag. Konrad Staisch (geboren 1993 in München) lebt mit seiner Familie in Leipzig und arbeitet als freiberuflicher Künstler, Illustrator, Drucker und Verleger. Seine Zeichnungen sind geprägt von Einfachheit und einer klaren, reduzierten Bildsprache. Die Motive sollen positiv und bestärkend wirken und die Welt zu einem etwas bunteren Ort machen.

Im März 2026 erschien sein erstes Buch. „Das, was da ist“ ist ein erzählendes Sachbuch über Reparatur und kreative Nachhaltigkeit. Von der Stiftung Buchkunst wurde es als eines der 25 Schönsten Deutschen Bücher 2026 ausgezeichnet.

Seit dem Abschluss seines Studiums 2024 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig betreibt er den Bunte Brücke Verlag. Der Bunte Brücke Verlag ist gleichzeitig eine Siebdruckwerkstatt und ein Verlag. Das bedeutet Gestaltung, Druck, Buchbindearbeiten und Vertrieb, alles aus einer Hand. In kleinen Auflagen werden Postkarten, Notizbücher, Sticker, illustrierte Hefte, Bücher und Poster produziert. Monatlich erscheint in der „Bunte Brücke Edition“ eine dreifarbige Druckgrafik von wechselnden Künstlerinnen und Künstlern. Dabei kreist Konrad Staischs Schaffen in der Werkstatt immer wieder um die Frage: Können gedruckte Bilder auf Papier Brücken bauen zwischen zwei Köpfen?

Finden Sie es heraus. Von 16 Uhr bis Mitternacht ist die Bibliothek Gohlis zur „Nacht der Kunst“ 2026 geöffnet oder besuchen Sie schon vorab die Internetseite des Bunte Brücke Verlags: buntebrueckeverlag.bigcartel.com

Tacheles 2026

Am Freitag, den 25. September um 19 Uhr, begrüßen wir Sibylle Kuhne (Schauspielerin) und Svetlana Yudelevych (Violine) im Rahmen von „Tacheles 2026“ in der Bibliothek Gohlis.

Das literarisch-musikalische Programm erzählt von der Ruhe- und Heimatlosigkeit jüdischer Künstlerinnen und Künstler, aber auch von großer Liebe, von Angst und Glück. Wenn Sibylle Kuhne Lyrik und Prosa von Rose Ausländer, Mascha Kaléko oder Itzik Manger, dem „Prinzen der Jiddischen Ballade“, gestaltet, entsteht ein unmittelbares Erlebnis. Sibylle Kuhne lässt Biografisches und Historisches einfließen und erschließt uns so einen Kosmos geistiger Verbundenheit. Sehr bewegend spiegelt sich auch die Situation von heute in den Texten von damals.

Svetlana Yudelevych begleitet das Programm temperamentvoll und einfühlsam auf ihrer Geige mit traditionellen jüdischen Musiktiteln, Klezmer-Klängen und Improvisationen. Im Zusammenspiel von Dichtung und Musik entsteht die besondere künstlerische Qualität der Performance.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Die Anmeldung für LeipzigPass-Inhaber ist ermäßigt. Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 19. Lebensjahr können die Bibliothek kostenlos nutzen.

Tel.: 0341 / 123 5255
E-Mail: bibliothek.gohlis@leipzig.de